Der Umgang mit Menschenrechten bei HOCHTIEF

Bekenntnis zur Einhaltung von Menschenrechten bei HOCHTIEF

HOCHTIEF ist ein internationaler Hoch- und Infrastruktur-Baukonzern, der Verantwortung für sein gesellschaftliches und natürliches Umfeld übernimmt.

HOCHTIEF ist sich seiner Sorgfaltspflicht bewusst und bekennt sich zur Achtung und Einhaltung der Menschenrechte bzw. zur aktiven Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen. Für uns als global agierendes Unternehmen sind soziale Grundsätze und Prinzipien selbstverständlicher Teil unserer Unternehmenskultur und unserer internen Standards. Die Erwartungshaltung des Konzerns ist in der HOCHTIEF-Vision, den Unternehmensgrundsätzen und Verhaltenskodizes niedergelegt.

HOCHTIEF hat sich im Jahr 2000 den Standards der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und im Jahr 2008 als Unterzeichner des UN Global Compact zur Unterstützung und Achtung internationaler Menschenrechte verpflichtet. Diese Aufgabe nehmen wir ernst und setzen uns aktiv für ihre Umsetzung ein. Dabei sehen wir die Verpflichtung zur Einhaltung auch als einen Beitrag zu einem nachhaltigen Risikomanagement im Konzern.

Interne Umsetzung

Wir haben die Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte im HOCHTIEF Code of Conduct festgeschrieben, der für alle Mitarbeiter verbindlich ist. Dazu gehören insbesondere die Achtung der Menschenwürde, die Ablehnung von Kinderarbeit, die Ablehnung von Zwangsarbeit, Chancengleichheit und Verbot der Diskriminierung, Sicherheit und Gesundheit sowie Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivhandlungen.

Unsere Mitarbeiter können sich darauf verlassen, dass HOCHTIEF alles tun wird, um diese Rechte sicherzustellen. In unserer Vision heißt es: „Das Wissen, der Einsatz und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind die Basis für unseren Erfolg. Wir stellen ihnen dafür sichere, anspruchsvolle und erfüllende Arbeitsplätze zur Verfügung.“

Dies spiegelt sich in den folgenden Themenfeldern der Personalarbeit:

  • Arbeitnehmerrechte: HOCHTIEF pflegt die Kooperation mit den Arbeitnehmervertretungen. Die Unternehmensleitung befürwortet ausdrücklich das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren. An allen HOCHTIEF-Standorten werden eigene Interessenvertreter gewählt.
  • Personalentwicklung: Um die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter bestmöglich zu begleiten, setzt HOCHTIEF auf offene Kommunikation, etwa in strukturierten Mitarbeitergesprächen, und auf den aktiven Wissenstransfer im Konzern. HOCHTIEF fördert lebenslanges Lernen und hat diverse Instrumente zur Weiterbildung installiert.
  • Diversity: Da HOCHTIEF eine Kultur der Vielfalt pflegt, beschäftigen wir Mitarbeiter aus der ganzen Welt. Wir fördern Diversity, jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Divisions HOCHTIEF Europe, HOCHTIEF Americas und HOCHTIEF Asia Pacific.
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: Eine umfassende Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzpolitik hat für HOCHTIEF oberste Priorität. Risiken für arbeitsplatzbedingte Erkrankungen und Arbeitsunfälle versuchen wir, durch Präventivmaßnahmen zu eliminieren oder so gering wie möglich zu halten. Dies gilt auch für unsere Vertragspartner und Nachunternehmer, für die wir rechtlich verantwortlich sind.

Zusätzlich zum Code of Conduct haben wir in der Konzernrichtlinie Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz konzernweite Standards in diesem Bereich definiert, die die Grundlage der Arbeitssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzorganisation (AGUS) bei HOCHTIEF bildet. Die 2015 erfolgte Einführung der nichtfinanziellen Steuerungsgröße „Anzahl der Unfälle pro eine Million Arbeitsstunden“ (Lost Time Injury Frequency Rate, LTIFR) unterstreicht die Bedeutung von Arbeitssicherheit als zentralem Prinzip bei HOCHTIEF. Der Code of Conduct wird durch Richtlinien und sonstige interne Reglungen im HOCHTIEF-Konzern konkretisiert und ergänzt.

Auswahl von Märkten bei der Geschäftstätigkeit

HOCHTIEF erbringt einen Großteil seiner Leistung in Nordamerika, Australien und in der Europäischen Union. Diese Länder zeichnen sich durch einen funktionierenden Rechtsstaat aus und haben ein geringes Korruptionsrisiko gemäß dem Corruption Perception Index nach Transparency International. Zudem haben sie UN-Konventionen zur Wahrung der Menschenrechte sowie von ILO-Übereinkommen (etwa zu Beseitigung der schlimmsten Form von Kinderarbeit, zur Abschaffung von Zwangsarbeit, zum Vereinigungsrecht und Recht zu Kollektivverhandlungen) unterzeichnet.

Überprüfung der Einhaltung

Die Einhaltung von Menschenrechts-Standards wird im Rahmen von Projekt-Audits der internen Revision überprüft. So gehören etwa Kontrollen zur gesetzeskonformen Entlohnung (Mindestlohn) sowie zu Themen von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu den fallweisen, individuellen Prüfungen der Revision.

Die Compliance-Organisation im HOCHTIEF-Konzern trifft die organisatorischen Vorkehrungen, um ein regelrechtes Verhalten des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter sicherzustellen und Risiken zu minimieren. Verstöße sollen durch Prävention verhindert oder frühzeitig erkannt werden.

Beschwerdeverfahren und Vorgehen bei Verstößen

Bei Verstößen gegen Standards fungiert die Compliance-Organisation des HOCHTIEF-Konzerns als Anlaufstelle. Sie bietet auch Zugang zu Beschwerdeverfahren. Es werden mehrere Möglichkeiten angeboten, um Hinweise auf Verstöße gegen interne Vorgaben oder gesetzliche Regelungen zu melden: So gibt es eine interne und eine externe Hinweis-Hotline sowie eine E-Mail-Kontaktadresse, über die HOCHTIEF-Mitarbeiter auf mögliche Straftaten oder das Nichteinhalten gesetzlicher oder unternehmensinterner Vorgaben hinweisen können. Auch externen Dritten (z.B. Kunden, Subunternehmern) stehen die Hinweis-Hotlines zur Verfügung. So wird eine weitere Möglichkeit eröffnet, HOCHTIEF Hinweise auf Rechtsverstöße zukommen zu lassen.

Erwiesene Verstöße von Mitarbeitern gegen die im Code of Conduct festgeschriebenen Regeln werden geahndet und können die Kündigung des Arbeitsverhältnisses nach sich ziehen.

Umsetzung in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern

Um die Einhaltung von Menschenrechtsstandards bestmöglich zu sichern und menschenrechtliche Risiken in unseren Lieferketten zu minimieren, beinhalten unsere Aktivitäten auch die Überprüfung von und Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern. Zu einer risikobasierten Geschäftspartnerprüfung gehören auch Integrität und Zuverlässigkeit unserer Geschäftspartner (Business Partner Compliance Due Diligence).

Unsere Geschäftspartner werden mit dem HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner auf die Einhaltung der internationalen Menschrechtsstandards verpflichtet. Dazu gehören insbesondere die Einhaltung von Menschenrechten, die Ablehnung von Zwangsarbeit, die Ablehnung von Kinderarbeit, die Ablehnung von Diskriminierung, die Gewährleistung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen.

Erwiesene Verstöße werden geahndet und können den Ausschluss als Geschäftspartner der HOCHTIEF Aktiengesellschaft nach sich ziehen.


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HOCHTIEF CR
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Positionspapier zum Umgang mit Menschenrechten bei HOCHTIEF

HOCHTIEF Positionspapier zum Umgang mit Menschenrechten